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Insel Olchon
Die Insel Olchon liegt 300 km von Irkutsk entfernt etwa in der Mitte des Baikalsees und ist gleichzeitig die grösste Insel im See (71 Kilometer lang und 15 km breit). Sie ist bekannt für ihre wunderschöne Landschaft, denn von der Flachlandsteppe bis zur Gebirgstaiga sind hier alle Landschaftsformen vertreten. Darüber hinaus strahlt sie eine ganz besondere Atmosphäre aus, die wohl auch mit den Inselbewohnern zu tun hat.
Auf der Insel leben vorwiegend Burjaten, eine asiatische Volksgruppe mit mongolischer Herkunft, welche auch heute noch ganz besondere Traditionen pflegen. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten ist denn auch der Schamanenfelsen (Burkhan), welcher die wichtigste Pilgerstätte der um den ganzen See verteilten Burjaten war und zu dem nur Medizinmänner (Schamanen) Zugang hatten. Die Höhle im Felsen bot ihnen eine gute Möglichkeit für den wirkungsvollen Auftritt, da sie so plötzlich auftauchen und wieder verschwinden konnten.

Auch das Klima spricht für sich - hier scheint die Sonne fast so oft wie in Kalifornien, nämlich ganze 2277 Stunden pro Jahr! In der Bucht bei Chuschir ist auch die einzige Stelle des Sees, wo von den Temperaturen her an Baden überhaupt zu denken ist, obwohl dies auch nur abgehärteten Reisenden empfohlen werden kann, denn die Wassertemperaturen sind weit unter 20°C! Chuschir, die Hauptstadt der Insel, beherbergt etwa 1200 der insgesamt 1500 Einwohner der Insel. Im Ort gibt es eine Schule, ein Krankenhaus, ein Kulturhaus und ein kleines Heimatmuseum.
Die Insel Olchon ist während der Eisschmelze von 15. April - 15. Mai nicht erreichbar!
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